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Geschrieben von Andi Menne   
Sonntag, 7. Februar 2010

Handball - Landesliga : Neuer Trainer - alte Probleme

Witten, 07.02.2010, Simon Kaupen

 

Desolate Abwehrleistung beschert dem TuS Ruhrtal gegen Soester Reserve 46 Gegentore

TuS Ruhrtal - Soester TV II  36:46 (17:23)

TuS: Böker, Thomas; Zybon (1), Kaffka (5), J. Krefter (1), N. Krefter (4), Grajcar (6/1), Siemienowski (11/1), Denner (2), Kremerskothen (3), Razeng (1), Haupt (2).

Seinen Einstand als Trainer des TuS Ruhrtal hatte sich Jürgen Rogowski sicherlich anders vorgestellt. In der ersten Partie des Dortmunders an der Seitenlinie verloren die Ruhrtaler mit 36:46 (17:23) mehr als deutlich gegen die zweite Mannschaft des Soester TV.

Ausgeglichen war die Begegnung nur in der ersten Viertelstunde. Bis zum 8:8 gestaltete sich ein offenes, temporeiches Spiel und besonders in der Defensive zeigten sich die Ruhrtaler, im Vergleich zu den letzten Wochen, leicht verbessert. Doch wie so oft nahm sich die TuS-Sieben eine spielerische Auszeit, fingen sich zu viele einfache Tore aus Tempogegenstößen und ließen das Team aus Soest davon ziehen. Besonders das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff funktionierte nicht. So stand nach den ersten 30 Minuten bereits ein 17:23-Rückstand. „Da hat uns der Gegner gezeigt was Schnelligkeit ist”, ärgerte sich Rogowski.

Auch in der zweiten Spielhälfte kamen die Wittener nicht so richtig in Tritt. Vor allem der exzellente Spielmacher der Sauerländer, Jan Stoppelkamp, bereitete große Probleme. Er verwandelte die Strafwürfe sicher, verteilte clever die Bälle und vollstreckte auch selber. Die Partie entwickelte sich regelrecht zu einem Torfestival auf beiden Seiten, wobei die Sauerländer treffsicherer waren und den Rückstand der Ruhrtaler auf 26:34 vergrößerten. „Die Soester haben einfach weniger technische Fehler gemacht”, resümierte Coach Rogowski. Zudem präsentierte sich die TuS-Abwehr zunehmend löchriger als ein Schweizer Käse und hatte zehn Minuten vor dem Ende bereits 40 Gegentreffer kassiert. Die Soester setzten, bis zum 36:46-Endstand, noch einen drauf und besiegelten die nächste bittere Klatsche für die Ruhrtaler. „Der Kampf war da, es fehlten schlichtweg die Mittel”, so Jürgen Rogowski.

 
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